Histo-04 Magen
Der Magen (Gaster/ Ventriculus)
Allgemein
- Lage: Der Magen liegt links im Oberbauch zwischen Leber und Milz. Nach hinten liegt er auf der Bauchspeicheldrüse auf.
- Er dient der chemischen und mechanischen Verarbeitung des Speisebreies (Chymus)
- Produktion von: Einweißspaltenden Enzymen (Pepsinogen), keimtötender Magensäure(HCl) und dem Vitamin B12 spaltenden Intrinsic Faktor sowie Schleim.
Die Bereiche des Magens
- Kardia (Mageneingang)
- Fundus (Magengrund/-blase)
- Korpus (Magenkörper)
- Antrum (präpylorische Region)
- Pylorus (Pförtner)
Histologische Merkmale
- Die Magenschleimhaut ist in erkennbaren Falten den Areae gastricae (Magenfelder) aufgeworfen –> Mündung der Magengrübchen (Foveolae gastricae) –> Glandulae gastricae = Magendrüsen
- Die Drüsenschläuche bestehen aus einem Mündungsteil, Drüsenhals und einem Haupteil
- Das Eptihel der Drüsenschäuche besteht aus den:
Nebenzellen —> Produktion von Schleim
Hauptzellen —> produzieren Pepsinogen
Belegzellen —> H CL und Intrinsic Faktor Produktion
Die Schichten der Magenschleimhaut
- Tunica mucosa bestehend aus der Lamina epithelialis = einschichtigem hochprismatischem Epithel, Lamina propria mucosae= retikuläres Bindgewebe und der Lamina muscularis mucosae= glatte Muskelzellen
- Tunica submucosa = Kollagenes Bindegewebe
- Tunica muscularis= glattes Muskelgewebe
- Tunica serosa = subseröses Bindegewebe und einschichtiges Plattenepithel
Schlittenmikrotom
Das Mikrotom
Damit man sich unter dem Mikroskop Gewebe ansehen kann, werden sehr dünne Gewebsschnitte benötigt. Diese werden an sogenannten Mikrotomen geschnitten.
Mikrotome können beliebig in ihrer Schnittdicke eingestellt werden.
Paraffinschnitte werden normalerweise an Schlittenmikrotomen angefertigt.
Das Schlittenmikrotom
Bei diesem Mikrotom wird der Messerblock horizontal auf einer Schlittenbahn geführt. Sobald der Bock einen sogenannten Anschlagspunkt erreicht, wird eine Mechanik ausgelöst, welchen ihn um die vorher eingestellte Mikrometerzahl anhebt.
Dies bewirkt dass das Messer bei der Vorwärtsbewegung entsprechende Scheiben vom Paraffinblöckchen abschneidet.
Neuere Geräte besitzen Rollen statt einer Schlittenbahn, die den Messerschlitten sehr leichtgängig führen lässt. Bei älteren Geräten wurde Öl eingesetzt, dies entfällt hier.
Ansicht eines Schlittenmikrotoms
Bild
Anleitung
http://www.mikroskopie-muenchen.de/cut-mikrotom.html
Hersteller/ Zulieferer & Händler
http://www.pfmmedical.com/de/produktkatalog/pfm-medical/schlittenmikrotome//group/index.html
http://www.optovid.de/Mikrotom/Mi_Index.htm
Histo-01 Milz
Die Milz (Splen, Lien)
Allgemeines
- größtes Einzelorgan des lymphatischen Systems und als einziges sekundäres, lymphatisches Organ funktionell in den Blutkreislauf eingeschaltet
- etwa faustgroß, liegt im linken Oberbauch und grenzt ans Zwerchfell
- wiegt ca. 150-200g
Funktion
- Abbau alter Erythrozyten und Thrombozyten
- Abwehrorgan
Histologische Merkmale
- Bindegewebskapsel, Bindegewebstrabekel, Grundgerüst → retikuläres Bindegewebe
- weiße Pulpa: lymphoretikuläre Milzknötchen = Malpighi-Körperchen → setzen sich aus periarteriellen lymphoretikulären Scheiden (PALS) und den Zentral-/Follikelarterien zusammen
- rote Pulpa: gebildet von Milzsinus, dem weitmaschigen retikulärem Bindegewebe und den extravaskulären Erythrozyten
Willkommen auf dem NTK-Blog
Das Naturwissenschaftliche Technikum Dr. Künkele (NTK) ist eine Schule in freier Trägerschaft mit 70-jähriger Erfahrung in der Ausbildung Technischer AssistentInnen in Naturwissenschaften und im Gesundheitsbereich.
In ihrer langen Entwicklung hat die Schule immer wieder Neuland betreten und die Berufsbilder der Technischen Assistenzberufe auch in ihrer Vielfalt entscheidend mitgeprägt. Die Ausbildungsgänge zu Biologisch-technischen AssistentInnen und Umwelt-technischen AssistentInnen wurden hier konzipiert und erstmalig angeboten; ihre der technischen Entwicklung geschuldete Veränderung ebenso wie die der Chemisch-technischen AssistentInnen, der Medizinisch-technischen AssistentInnen und der Pharmazeutisch-technischen AssistentInnen wesentlich mitgestaltet.
Das NTK ist eine von bundesweit fünf Schulen, denen unter dem Dach des VBIO erstmalig Module der BTA-Ausbildung als „mit den qualitativen Standards in grundständigen biologischen Bachelorstudiengängen an deutschen Hochschulen vergleichbar“ durch die Hochschulakkreditierungsagentur AQAS akkreditiert wurden.
Zahlreiche weitere Aktivitäten wie die UNESCO-Projektarbeit, Jugend forscht und ein vielfältiges Angebot weiterer Veranstaltungen prägen die lebendige Tradition der Schule.
Seit 1994 liegt die Schulträgerschaft bei einer Genossenschaft, zu der sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammengeschlossen haben. Sie tragen damit nicht nur die fachliche und pädagogische, sondern auch die wirtschaftliche Verantwortung.
